Marktkommissär Klaus Guger, Bürgermeister LAbg. Georg Rosner, Petra und Andreas Jandl und Marktkommissär Christian Resch (v.l.)

 

Oberwarter Wochenmarkt mit neuen Standplätzen

Im Gemeinderat wurde die Änderung der Marktordnung beschlossen. Auswirkungen hat das vor allem auf den Standort des traditionellen Wochenmarktes. Denn dieser wurde nun zum Teil verlegt – von der Ambrosigasse in die Bahnhofstraße. Kund/-innen und Marktfahrer/-innen zeigen sich in einer ersten Reaktion von dieser Neuerung begeistert.

Der Oberwarter Wochenmarkt prägt jeden Mittwoch das Bild der Innenstadt. Vom Rathaus weg bis zur Kreuzung mit der Bahnhofstraße sind Stände aufgebaut und Marktfahrer bieten ihre Waren zum Verkauf. Auch die Ambrosigasse (zwischen Hauptplatz und Badgasse) war bis Ende März ein Teil des Wochenmarktes. Aber schon im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat beschlossen, den Markt zentraler und kompakter zu positionieren und hat die Marktordnung geändert. Die Stände, die in der Ambrosigasse zu finden waren, werden nun in der sanierten Bahnhofstraße und im Stadtpark aufgebaut. In einer ersten Reaktion der Kund/-innen und Marktfahrer/-innen fühlt man sich in dieser Entscheidung bestätigt, erklärt Bürgermeister LAbg. Georg Rosner: „Die Bahnhofstraße wurde vergangenes Jahr saniert, sie liegt außerdem zentraler und die Kund/-innen haben einen besseren Überblick über das Angebot. Weiters können wir den direkt angrenzenden Stadtpark mehr miteinbinden und geben dem Wochenmarkt damit einen schöneren und einladenden Charakter. In ersten Gesprächen mit Besucher/-innen und Marktfahrer/-innen wurde mir bereits mitgeteilt, dass diese Veränderung sehr gut ankommt.“

In der Ambrosigasse ist es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen. Die Straße wurde jeden Mittwochvormittag für den Markt gesperrt, die Anrainer hatten Probleme zu ihren Wohnungen, Häusern und Geschäften zu kommen und nicht selten haben Autofahrer die Sperre ignoriert und ihre Fahrzeuge durch die Straße gelenkt. Mit der Verlegung in die Bahnhofstraße bzw. mit der Ausweitung im Stadtpark hat man nun zwei Probleme auf einmal gelöst – erstens wurde die Verkehrssituation entschärft, da die Bahnhofstraße nicht gesperrt werden muss, die Verkaufsstände können auf den Parkplätzen stehen. Zweitens ist der Wochenmarkt zentraler positioniert und sowohl Kund/-innen als auch Marktfahrer/-innen profitieren davon.

 

Die Geschichte des Oberwarter Wochenmarktes

Die Erhebung Oberwarts zur Marktgemeinde erfolgte am 26. August 1841. Der erste Markt wurde an einem Mittwoch im Dezember 1841 abgehalten und durch die Verlesung des königlichen Freibriefes unter dem Dröhnen von Böllern und dem Geläut aller Glocken der drei Kirchen eröffnet.

Im Jahr 1938 wurde der Wochenmarkt abgeschafft. Nach 1945 war eine Wiedereinführung aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Erst im Jahr 1950 wurden wieder Wochenmärkte abgehalten. Schnell entwickelte sich der Mittwochvormittag zum beliebten Einkaufstag der Bürger/-innen aus der Region. Auch wenn sich mittlerweile sowohl das Angebot als auch das Einkaufsverhalten der Kund/-innen stark verändert haben, so ist der Oberwarter Wochenmarkt noch immer ein beliebter Treffpunkt, wo man einkaufen aber natürlich auch tratschen kann. Und oft bildet das obligate Würstel bei einem der vielen Würstelstände den Schlusspunkt des Ausflugs zum Wochenmarkt.