Logo 80 Jahre StadtDie Stadterhebung Oberwarts jährt sich 2019 zum 80. Mal. Aus diesem Anlass soll es im heurigen Jahr verschiedene Veranstaltungen geben. Zum Jubiläum wird außerdem ein Buch über die jüngste Geschichte der Stadt präsentiert.

 

Wenn eine Stadt Geburtstag feiert, dann gilt es, etwas Besonderes vorzubereiten – im Fall von Oberwart wurde die Idee geboren, ein Buch über die Gemeinde an der Pinka und ihre 80-jährige Stadtgeschichte zu veröffentlichen. Seit mehr als einem Jahr arbeitet das Oberwarter Verlagshaus „edition lex liszt 12“ mit einem motivierten Redaktionsteam an der Umsetzung. Die Bürger/-innen von Oberwart und dem Ortsteil St. Martin waren aufgerufen, ihre Erinnerungen in Form von Fotos, Dokumenten und Erzählungen miteinzubringen. Bürgermeister LAbg. Georg Rosner erklärt die Beweggründe für die Herausgabe dieses Buches: „Das letzte Mal, dass ein Buch mit der umfassenden Geschichte unserer Stadt erschienen ist, liegt bereits einige Jahrzehnte zurück und seit damals hat sich so viel bei uns getan. Das 80-jährige Jubiläum zur Stadterhebung war für uns der beste Grund, um die tolle Entwicklung und die Vielfalt von Oberwart in einem Buch widerzuspiegeln. Außerdem war das Jahr der Stadterhebung 1939 Teil eines sehr dunklen Kapitels unserer Geschichte. Auch das soll im Buch behandelt werden.“

Ihre Stadt hochleben lassen können die Oberwarter/-innen bereits am 29. Mai 2019 bei der Einkaufsnacht. Bei dieser mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltung soll mit einem Konzert der Stadtkapelle und ihrer Freunde und natürlich mit einer großen Geburtstagstorte gefeiert werden.

Am 5. September 2019 wird dann im Rathaus zum Tag der offenen Tür geladen. Den Gästen wird Einblick in das Rathaus, welches erst vor zwei Jahren nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet wurde, gewährt. Außerdem sollen im Rathaussaal Bilder, Dokumente und Filmaufnahmen präsentiert werden, die im Zuge der Recherchen für das Jubiläumsbuch gesammelt wurden.

Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird aber ohne Zweifel die Präsentation des Oberwart-Buchs darstellen. Am 21. November 2019 soll es so weit sein.

Entwicklung der Stadt
Einst ungarische Grenzwächtersiedlung entwickelte sich Oberwart mit rund 7.600 Einwohner/-innen zur größten Stadt des Südburgenlandes. 1327 wurde die heutige „Metropole des Südburgenlandes“ erstmals als "Fels-Eör" in einer Urkunde Karls I. erwähnt. 1939 wurde Oberwart zur Stadt erhoben, aber schon Jahrzehnte zuvor zeichnete sich ab, dass sich die Gemeinde an der Pinka zum administrativen und wirtschaftlichen Zentrum der Region entwickelt. Einen Meilenstein stellte die Markterhebung im Jahre 1841 dar. Seither wird an jedem Mittwoch der überaus beliebte Wochenmarkt abgehalten. Zum Bezirksvorort wurde Oberwart 1864 ernannt. Diesem Status verdankt die Stadt, dass die wichtigsten Ämter und Behörden ihren Sitz hier haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Oberwart einen enormen Aufschwung und hat sich als lebenswerte Gemeinde, als Wirtschaftsstandort, als Messe- und Einkaufsstadt, aber auch als Schul- und Sportstadt einen Namen gemacht.