Stadt Oberwart RGB lowres

In den kommenden Jahren wird auf dem Areal bei der Europäischen Mittelschule ein Bildungscampus entstehen. In zwei Baustufen soll die Errichtung einer Volksschule samt Räumlichkeiten für Musikschule und Musikverein (Baustufe 1) sowie die Errichtung eines Kindergartens mit zehn Gruppenräumen samt Außenanlagen für alle Betreuungs- und Bildungseinrichtungen (Baustufe 2) erfolgen.

 

Wettbewerb mit mehr als 60 Projekten

Die Stadtgemeinde Oberwart hat im Jänner 2021 einen europaweiten Wettbewerb ausgeschrieben, um einen Planer für das Großprojekt zu finden. 66 Projekte wurden eingereicht. Eine neunköpfige Jury hat in einer zweitägigen Marathon-Sitzung den Sieger gekürt. Das ausgewählte Projekt von „Franz und Sue ZT GmbH“ aus Wien setzt neue Standards im Schulbau. Nähere Details finden sich in der pdfProjektbeschreibung 84.34 kB

 

Bürgermeister 2. LT-Präs. Georg Rosner spricht von einer zukunftsweisenden Entscheidung für die Stadt, die die Zukunft und Entwicklung des Bildungsstandortes positiv beeinflussen wird: „Wir errichten einen Campus, auf dem drei- bis 14-Jährige Kinder betreut und unterrichtet werden. Das Areal rund um die Europäische Mittelschule wird zu einem Zentrum für Lernen, Freizeit und Begegnung und wird das Stadtbild der kommenden Jahrzehnte nachhaltig prägen. Daher war es uns sehr wichtig, auf alle Details zu achten und das beste Projekt zum Wohle unserer Kinder und unseres Bildungsstandortes auszuwählen. Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit waren ebenso zentrale Themen, wie die Architektur und das Erscheinungsbild in der ländlich geprägten Umgebung. Es freut mich, dass bei der Auswahl des Siegerprojektes Einstimmigkeit herrschte. Gemeinsam können wir die Zukunft der Stadt erfolgreich gestalten und in den Standort Oberwart investieren.“

 

SPÖ-Fraktionsvorsitzender Stadtrat Ewald Hasler war Teil der Jury und erklärt zur Entscheidung für dieses Projekt: „Kinder verbringen immer mehr Zeit in Betreuungseinrichtungen. Ganztägige Betreuung wird auch bei uns bald der Standard und nicht mehr die Ausnahme sein. Architektur kann entscheidend dazu beitragen, dass sich die Kinder in ihrer Umgebung wohlfühlen. Raumgestaltung, Farbwahl, aber auch die Möglichkeit von Begegnungs- und Rückzugsorten wirken sich direkt auf die Psyche der Lernenden und Lehrenden aus. Wenn Schulen und Kindergärten die Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten einschränken, so verarmt auch das Sozialverhalten der Kinder. Wenn wir ihnen nicht ermöglichen, ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erfahren (Materialien, Formen und Farben), dann werden sie auch später die Welt nicht begreifen.Das einstimmig ausgewählte Architekturprojekt hat viele unsere Vorgaben zu unserer Zufriedenheit umgesetzt. Ich hoffe, dass wir mit der Wahl des Siegerprojektes unseren jungen Oberwarter*innen und St. Martiner*innen - aber auch den Pädagog*innen - die Möglichkeit geben werden, die Schule als Ort des Glücksempfindens wahrzunehmen, dadurch besser und leichter zu lernen und zu lehren und sich in ihrem Alltag fern von daheim wohlzufühlen!“

 

Stadtrat Christian Benedek von der FPÖ war ebenfalls in der Jury für den Bildungscampus vertreten: „Wir, die FPÖ Fraktion, freuen uns, parteiübergreifend gemeinsam mit einer Fachjury, die wie wir glauben, beste Lösung aus einer großen Auswahl an Einreichungen für unsere Gemeinde getroffen zu haben. Ein zukunftsweisendes Projekt, das natürlich jetzt weitere Schritte erfordert sowie einer gesicherten Finanzierung bedarf, um alle geplanten Projekte zu verwirklichen.“

 

Im Frühling 2022 soll mit den vorbereitenden Maßnahmen für die erste Baustufe begonnen werden.

 

pdfProjektbeschreibung 84.34 kB

Schaubild Bildungscampus Oberwart - Bildcredit: Franz&Sue (2021)

 Schaubild Bildungscampus Oberwart - Bildcredit: Franz&Sue (2021)