Stadt Oberwart RGB lowresIm Rahmen des Projektes „Wir packen’s an! Gemeinden als Vorbilder für mehr Biodiversität.“ werden nicht nur Flächen umgestaltet. Werktage und gemeinsame Sonntagsspaziergänge informieren GemeindebürgerInnen über umgesetzte Aktivitäten und wie bereits kleine Maßnahmen die Artenvielfalt auch im eigenen Garten fördern können.

 

Wir packen’s an! Oberwart fördert Artenvielfalt

Bienen, Schmetterlinge und Co. werden immer weniger, vor allem weil geeignete Lebensräume immer weniger werden. Gleichzeitig betreut die Stadtgemeinde Oberwart viele Rasenflächen, die Insekten kaum Nahrung und Unterschlupf bieten. Oft ist Rasen praktisch, besonders dort, wo sich Kinder oder Menschen bewegen. Aber es gibt auch viele Flächen in der Gemeinde, auf denen Rasen keinen Nutzen hat und nur viel Pflegeaufwand erfordert. Solche Flächen werden von der Gemeinde Oberwart in bunte Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere verwandelt. Unterstützung bekommt sie dabei von ExpertInnen von suske consulting, die Oberwart im Rahmen eines vom Land Burgenland und der EU geförderten Projektes bis Ende nächsten Jahres dabei beraten werden.

Blumenwiesen statt Einheitsgrün

Manche Flächen werden daher in Zukunft nicht mehr so aussehen, wie gewohnt. So wird beispielsweise der Rasen hinter dem Rathaus zu einem vielfältigen Schaugarten der Artenvielfalt umgewandelt: Auf einer bunten Blühfläche werden sich schon bald Insekten bei der Pollen- und Nektarsuche tummeln, Wildbienen im mehrstöckigen Insektenhotel ihr Quartier beziehen und während der kalten Wintermonate werden einheimische, beerentragende Sträucher sowie attraktive Futterstellen Vögel Nahrung bieten. Andere Flächenumgestaltungen, die im Laufe des nächsten Jahres an einigen Stellen in der Gemeinde stattfinden werden, werden hingegen nicht gleich so augenscheinlich sein. Besonders dort, wo sich standortangepasste Blumenwiesen entwickeln sollen, ist Geduld gefragt: Rasenflächen werden nicht von heute auf morgen zur blühenden Muttertagswiese!

Diese Lebensräume für Insekten werden in Zukunft seltener gemäht werden. Das empfindet so mancher vielleicht als ungepflegt oder schlampig. Aber genau diese scheinbare Schlampigkeit ist wichtig, damit die Natur hier ihre eigene Ordnung entfalten kann und aus kunstvollen Spinnenkokons, architektonisch gebauten Schmetterlingseiern oder aus in Reih und Glied abgelegten Eiern von Käfern neues Leben entsteht.

Gemeinsam anpacken

Im Rahmen des Projektes „Wir packen’s an! Gemeinden als Vorbilder für mehr Biodiversität.“ werden nicht nur Flächen umgestaltet. Werktage und gemeinsame Sonntagsspaziergänge informieren GemeindebürgerInnen über umgesetzte Aktivitäten und wie bereits kleine Maßnahmen die Artenvielfalt auch im eigenen Garten fördern können. Denn wenn wir es gemeinsam anpacken, kann in Oberwart ein blühender Rückzugsort für die burgenländische Tier- und Pflanzenwelt entstehen.

 

Terminankündigung

Verhungert? Erfroren? Gefressen?

Wie Tiere dennoch den Winter überleben

ACHTUNG verschoben auf 25. Oktober zwischen 14 und 16 Uhr

Wenn die Tage kürzer werden und sich die Natur langsam, aber sicher auf den Winter vorbereitet, brechen für viele Tiere harte Zeiten an: Die Temperaturen fallen, Schnee und Eis bedecken die Landschaft und das Nahrungsangebot wird immer knapper. Im Tierreich haben sich ganz unterschiedliche Mechanismen entwickelt, um mit diesen winterlichen Strapazen umzugehen. Warum wir mit dürren Staudenstengeln, Reisighaufen oder beerentragenden Wildsträuchern unsere tierischen Mitbewohner dabei unterstützen können, die kalte Jahreszeit besser zu überstehen, wird im Rahmen eines gemütlichen Spaziergangs durch Oberwart vermittelt.

Wir bitten um Anmeldung bis 22. Oktober unter 03352/38055-0. Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Infos zum Treffpunkt folgen rechtzeitig per E-Mail.